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So sollte die HZV aussehen

Der Hausarzt als erster Ansprechpartner
in Gesundheitsfragen

Die Idee ist einfach: Im immer komplizierteren Gesundheitswesen brauchen die Patienten einen verlässlichen Partner, der stets einen Überblick über ihren Zustand und ihre Behandlungen hat. Wer wäre dafür besser geeignet als ihr Hausarzt, an den sie sich mit allen gesundheitlichen Fragen zuerst wenden? Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) bedeutet, dass zunächst der Hausarzt seine Patienten untersucht und berät und sie dann bei Bedarf an Fachärzte, Therapeuten oder ins Krankenhaus überweist. Auf diese Weise laufen alle Informationen immer zu ihm zurück. Er kann also darauf achten, dass die Patienten nicht unnötig doppelt untersucht werden, dass ihre Medikamente sich miteinander vertragen und dass die Fachärzte aufeinander abgestimmt arbeiten.

HZV-Premiere in Baden-Württemberg
und Bayern

Als bundesweit erste Kasse hatte die AOK Baden-Württemberg bereits im Juli 2008 die Vorgaben des Gesetzgebers zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung umgesetzt und baute eine eigene hausarztzentrierte Versorgung (HZV) auf. Der Vertrag stellt damit gewissenmaßen eine Blaupause dar, an der sich andere Verträge orientieren können. Der Vertrag bietet Versicherten auf freiwilliger Basis eine wohldurchdachte, von wenig Bürokratie belastete Versorgung und den Ärzten eine angemessene Honorierung. In dem Vertrag wurden viele Ideen zur Qualitätssicherung und -steigerung und zum Service umgesetzt. Als weiterer Anreiz wird den Versicherten die Zuzahlung bei vielen Medikamenten erlassen (siehe Vorteile der HZV). Alle Beteiligten sind bislang sehr zufrieden; bisher haben sich mehr als 3.000 Hausärzte und über 600.000 AOK-Versicherte angeschlossen. Die AOK Bayern hat mit dem Bayerischen Hausärzteverband zu Beginn dieses Jahres einen ähnlichen Vertrag geschlossen, an dem mitterweile sogar rund 7.500 Hausärzte und deutlich mehr als 2 Mio Versicherte teilnehmen. In Kürze wird in Baden-Württemberg ein weiterer Vertrag mit mehreren Betriebskrankenkassen folgen.


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